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Freitag, 23. Oktober 2009

Am Wetteramt, August-Hecht-Straße 25, 63067 Offenbach

Einleitung:
Leider hat Montag mein Stammitaliener zu und so musste ich mir eine Alternative suchen. Was war also naheliegender als sich den Schlemmerblock zu schnappen und sich ein passendes italienisches Restaurant rauszusuchen. So fiel die Wahl auf die Pizzeria/Osteria „Am Wetteramt“ in Offenbach.

Ambiente und Begrüßung:
Recht unscheinbar präsentiert sich das kleine Restaurant. Eine „gutbürgerliche Eckkneipe“, das war mein erster Gedanke als ich die Gaststätte betrat. Vom Ambiente her nichts Besonderes, aber auch nicht ungemütlich. Wir wurden direkt vor dem Eingang von einem der Servicekräfte begrüßt (machte wohl eine Raucherpause). Auch die Begrüßung im Lokal fiel freundlich aus.

Service und Speisekarte:
Der Service war okay. Ein wenig unaufmerksam, weil den ganzen Abend über keine Kerze in dem leeren Teelichtbehältnis nachgefüllt wurde und auch der ein und andere Servicefehler sich einschlich. Auch mussten wir einmal an die Getränke erinnern.

Die Speisekarte kann man getrost als Standartkarte eines italienischen Lokals bezeichnen. Leider ohne Highlights und Tagesempfehlungen. Auch schien sie mir für Offenbacher Verhältnisse recht hochpreisig.

Getränke und Essen:
Bei der Getränkeauswahl entschieden wir uns für frisch gezapftes Bittburger Pils und für einen Campari-Soda. Dieser allerdings war nicht wie in der Karte mit Soda gemischt, sondern mit Mineralwasser.

Als Vorspeise gab es einmal eine Spinatcremesuppe und einen Insalata di Mare. Der Hauptgang bestand aus einer Scallopina Gorgonzola mit Pommes frites und Salat, sowie einmal Scallopina Pizziola (mit Tomatensoße, Kapern, Oliven und Sardellen) mit Bratkartoffeln und Spinat. Zum Dessert bestellten wir dann noch eine Zabaione und da es leider kein Tiramisu gab ein Tartufo Eis.

Vorspeise:

Insalata di Mare








Vorspeise:

Spinatcremesuppe






Hauptgang:

Scallopina Gorgonzola
mit Pommes frites






Hauptgang:

Scallopina Pizziola
mit Bratkartoffeln






Dessert:

Tartufo







Dessert:

Zabaione






Die Spinatcremesuppe war geschmacklich noch okay, hatte aber mangels Sahne oder sonstiger Creme nichts von einer Cremesuppe an sich. Der Meeresfrüchtesalat war aus dem Glas, welches auf Nachfrage bei dem Chef des Hauses auch bestätigt wurde. Die beiden Hauptgerichte waren so lala. Die Soßen waren bei beiden prima. Das Fleisch nicht besonders, sowohl die Pommes frites als auch die Bratkartoffeln waren fies, der Spinat war TK-Ware und der Salat mit einem langweiligen Dressing gesegnet. Bei dem Tartufo Eis handelte es sich auch um ein Fertigprodukt. Das einzige handwerkliche Highlight der Küche war die Zabaione. Diese war geschmacklich wirklich top und frisch zubereitet.

Fazit:
Trotz Schlemmerblock und gesparten 13,50 € war es für die gebotene Leistung viel zu teuer. Hier stimmt das ganze Preis-Leistungs-Verhältnis nicht. Wäre ich ohne den Block dort Essen gewesen, wäre ich stinksauer nach Hause gegangen. So wurde dieses ein wenig gemildert und ich verbuche den Abend als schlechte Erfahrung. Einen Wiederholungsbesuch der Lokalität halte ich natürlich für ausgeschlossen.

Essen: **
Service: **
Ambiente: ***
Sauberkeit: ***
Preis-Leistungsverhältnis: ***

Freitag, 16. Oktober 2009

"Zum goldenen Löwen", Oberhofstraße 5, 63073 Offenbach

Einleitung:
Nach der ersten positiven Erfahrung mit dem Schlemmerblock wollte ich es gleich noch mal wissen. Diesmal hatten wir uns das Speiselokal „Zum golden Löwen“ in Offenbach für einen gemütlichen Restaurant-Abend rausgesucht.

Ambiente und Begrüßung:
Das Restaurant liegt in einer kleinen Seitenstraße und ist mit schönen Fachwerkhäusern umgeben. Der Innenraum des Lokals wirkt gemütlich und ist mit einer schönen jahreszeitlich passenden Dekoration (z.B. Zierkürbisse und Stroh) geschmückt. Alle Tische waren eingedeckt und das Restaurant war gut besucht.

Die Begrüßung war freundlich und es wurde uns nach kurzer Nachfrage ein schöner Tisch zugewiesen.

Service und Speisekarte:
Die Serviceleistung war leider ein wenig schwankend über den Abend. Während wir im ersten Teil des Abends hervorragend umsorgt wurden, ließ dieses leider später ein wenig nach. Schuld daran war wohl eine größere Gesellschaft im Nebenraum (Raucherbereich) sowie eine Geburtstagsgesellschaft am Nachbartisch. Dabei viel mir auf, dass die Kerzen auf den jeweiligen Tischen alle aus waren, nur bei der Geburtstagsgesellschaft wurden diese angezündet. Mit einem zugedrückten Auge kann man hier aber dem Service noch die Note „gut“ geben, denn die Gesellschaften hatten auch einen guten Zweck. Dadurch gab es immer einige vorgezapfte Pils und die waren daher auch bei uns in Rekordzeit am Tisch. –grins–

Die Speisekarte ist auf regionale, gutbürgerliche Küche ausgelegt. Wir entdeckten aber auch zwei Seiten mit Balkangerichten. Ein gelungener Mix wie wir fanden, jedoch mit einigen Rechtschreibfehlern.

Getränke und Essen:
Die Getränkeauswahl des Abends war Campari-Soda und leckere Pils. Bei der Speisenauswahl begannen wir mit einer Kürbiscremesuppe mit Kürbiskernen und einem gebackenen Schafskäse mit Preiselbeeren und Toast. Bei den Hauptgängen tendierten wir dann doch zur Balkanküche und bestellten uns einmal Pljeskavica mit Pommes frites, Djuveč-Reis und Salat und einen Grillteller mit Pommes frites, Djuveč-Reis und Salat. (siehe Bilder)

Vorspeise:


Kürbiscremsuppe
mit Kürbiskernen





Vorspeise:

gebackener Schafskäse







Hauptgericht:

Pljeskavica







Hauptgericht:

Balkanplatte






Die Kürbiscremesuppe war exzellent und mundete. Auch der Schafskäse war lecker und eine große Portion für eine Vorspeise. Bei den Fleischgerichten stimmte auch alles. Das Fleisch war zart und gut gewürzt. Bei dem Salat hatten sich allerdings einige nicht mehr ganz frische Blätter dazwischen gemogelt und auch die Tomate dürfte schon länger aufgeschnitten gewesen sein. Aber alles im allen waren wir zufrieden. Da wir zu satt für ein Dessert waren bestellten wir uns noch zwei Kruškovac (leckerer Birnen-Schnaps). Beim Servieren des selbigen sagte uns die Bedienung dass diese aufs Haus gingen. Danke...

Fazit:
Ein gelungener Abend und dank des Schlemmerblocks wieder Geld gespart. Da die Preise des Restaurants sehr moderat sind, kann ich mir auch durchaus vorstellen, dort einmal ohne das Gutscheinheftchen hinzugehen.

Essen: ****
Bedienung: ***
Ambiente: ****
Sauberkeit: ****
Preis-Leistungsverhältnis: ****

Sonntag, 27. September 2009

Bodega IBIZA, Frankfurter Straße 80, 63067 Offenbach

Einleitung:
Nun ist es doch passiert. Ich bin Besitzer eines berühmt, berüchtigten Schlemmerblocks geworden. Dadurch angeregt, ging es mit einem Freund in das spanische Restaurant „Bodega Ibiza“ nach Offenbach. Da dieses mein erster Einsatz des Blocks war und ich auch keine Ahnung hatte was mich erwartete, ließ ich mich einfach überraschen...

Ambiente und Begrüßung:
Für Ortsfremde ist es schon ein bisschen schwierig das Restaurant zu finden. Durch eine kleine Hofeinfahrt liegt es mitten in der City im zweiten Hinterhof. Hat man es allerdings gefunden wird man mit einem richtig gemütlichem Restaurant belohnt. Im Eingangsbereich mit einer großen Bar, an der man Platz nehmen kann. Im stilvollem Gastraum ein großer offener Kamin, der in der kalten Jahreszeit auch genutzt wird. Ferner ein schöner Wintergarten in dem auch geraucht werden darf. Selten habe ich ein Lokal gefunden, welches so gut vom Ambiente mit der angebotenen Küche harmoniert. Wir haben uns auf jeden Fall sofort wohl gefühlt.

Da wir früh am Abend kamen, steuerten wir zunächst die Bar an und wurden dort auf das herzlichste begrüßt. Wir kamen schnell mit dem Barkeeper ins Gespräch und wie sich im Laufe des Abends herausstellte, war er der Chef des Hauses.

Service und Speisekarte:
Nachdem wir uns einen Tisch im Restaurant aussuchen durften, kamen zügig die Speisekarten. Trotz des Cocktails an der Bar wurden wir noch nach einem Aperitif gefragt. Der Service war kompetent und freundlich und hatte ein Auge auf unsern Tisch, so dass wir stets versorgt waren.

Die Speisekarte beinhaltet eine große Auswahl an Tapas, sowie Fisch- und Fleischgerichte. Besonders gut hat mir gefallen, dass bei der Paella auf eine Zubereitungszeit von 45 Min. hingewiesen wird. So kann man sich als Gast direkt darauf einstellen. Die aktuelle Speisekarte ist in der Homepage des Restaurants eingestellt.

Getränke und Essen:
An der Bar gab es zunächst ein Long Island Ice Tea und einen Planters Punch. Als Aperitif folgten ein Campari-Orangensaft und ein Campari-Soda. Zum Essen später gab es einen guten Rijoa.

Hauptgericht:

Paella Valencia





Zu essen gab es als Vorspeise Tapas. Wir wählten einmal die Boquerones fritos (frittierte Sardellen) und Condornices (zwei Wachteln vom Grill). Bei dem Hauptgang einigten wir uns auf eine Paella Valencia (mit Fleisch, Huhn, Gambas und Kaninchen). Zum Dessert gab es dann noch eine Crema Catalana und leckere Churros (spanisches Fettgebäck aus Brandteig). Den krönenden Abschluss bildeten ein Espresso und ein Carajillo.

Vorspeise:

Boquerones fritos
(frittierte Sardellen)







Vorspeise:

Condornices
(zwei Wachteln vom Grill)





Dessert:

Crema Catalana







Dessert:

Churros
(spanisches Fettgebäck)





Normalerweise beschreibe ich die einzelnen Speisen und Gänge hier genauer. Dieses spare ich mir hier und kann zusammenfassend sagen, dass sie allesamt zu unserer vollsten Zufriedenheit waren. Es gab nicht den geringsten Mangel, einfach spitze.

Fazit:
Ein wunderbarer Abend. Der Schlemmerblock wurde anstandslos akzeptiert und sparte uns 12,50 €. Dieses Lokal aber werde ich auch ohne Schlemmerblock wieder besuchen. Es ist mir schleierhaft, warum so wenige Gäste den Abend über dort waren. Vielleicht ist es die versteckte Lage. Bei der Verabschiedung unterhielt ich mich noch länger mit dem Patrón des Hauses und erfuhr, dass eventuell Herr Christian Rach (RTL) dem Lokal einen Besuch abstatten wird. Der Schriftwechsel würde schon laufen. Ich wünsche dafür dem Chef des Hauses alles Gute und kann das Restaurant nur empfehlen!!!

Essen: ****
Servce: *****
Ambiente: *****
Sauberkeit: ****
Preis-Leistungsverhältnis: ****

Freitag, 18. September 2009

Godockerhof, Clara-Grein-Straße 400, 63075 Offenbach

Einleitung:
Durch Krankheit komme ich leider erst jetzt dazu diese Bewertung einzustellen. Sie lag bis dahin nur in Kurznotizform in meinem Schreibtisch. Da ich aber meinen damaligen Begleiter versprochen hatte sie noch einzustellen, tue ich dieses hiermit.

Ambiente und Begrüßung:
Wirklich gemütlich wirkt die kleine Gastwirtschaft, die direkt an einen Reiterhof angeschlossen ist. 3 Katzen und 2 Hunde im Lokal und durch die Panoramascheiben konnte man die Pferde in der Reithalle beobachten. Als wäre man zum Urlaub auf einen Bauernhof...
Die Begrüßung fiel freundlich aus und da das Lokal kaum besucht war, suchten wir uns einen Platz am Fenster, wo wir den Reitern in der Halle zusehen konnten.

Service und Speisekarte:
Der Service war freundlich und zügig. Bei den Speisekarten gab es neben der regulären Karte noch eine Monatskarte sowie eine Wochenkarte. Ein wenig unübersichtlich, aber für jeden Geschmack etwas dabei.

Getränke und Essen:
Zu trinken gab es für mich ein leckeres Schmucker Pils während mein Begleiter ein Dunkelbier bestellte. Leider stellte er fest dass in seinem Bier ein dicker Hefepfropf schwamm. Er ließ darauf hin das Bier zurückgehen. Die Bedienung entschuldigte sich und brachte auch anstandslos ein neues.
Bei der Speisenauswahl entschieden wir uns für Sauerampfersuppe und eine französische Zwiebelsuppe. Ferner für eine knusprig gebratene Entenbrust mit Rotkraut und Klößen, sowie Filetstreifen Stroganoff vom Roastbeef mit Pfifferlingen, Bratkartoffeln und Salat. Das Dessert bildete einmal ein warmer Apfelstrudel mit Vanillesoße, Vanilleeis und Sahne und einmal die Birne Helene (halbe Birne mit Vanilleeis, warmer Schokoladensoße und Sahne).

Vorspeise:

Sauerampfersuppe







Vorspeise:

französische
Zwiebelsuppe






Hauptgericht:

Filetstreifen Stroganoff
vom Roastbeef mit
Pfifferlingen






Hauptgericht:

gebratene Entnbrust
mit Klößen





Dessert:

Apfelstrudel mit Vanilleeis,
Vanillesoße und Sahne






Dessert:

Birne Helene






Die beiden Suppen waren wirklich gut. Heiß und geschmacklich einwandfrei. Mein Stroganoff vom Roastbeef war sehr gut. Geschmacklich fein abgeschmeckt und zart. Mein Begleiter hatte mit seiner Entenbrust leider weniger Glück. Diese war sehr trocken und nicht wirklich gut. Bei dem Dessert wieder das gleiche. Während ich mir die Finger nach dem Apfelstrudel abschleckte (war absolut super) hatte er wieder die Niete gezogen. Seine in Stückchen geschnittene Birne war mit einer nicht definierbaren Soße überzogen. Diese war so hart das sich sogar der Löffel verbog. Es ließ sich in die Länge ziehen (ähnlich wie Karamell) und hatte nichts mit einer herkömmlichen Schokoladensoße zu tun. Er ließ das Dessert zurückgehen und verzichtete auf einen Ersatz. Die Bedienung entschuldigte sich wieder und erwähnte, dass dieses Dessert auch nicht auf die Rechnung käme. Als Abschluss gönnten wir uns noch einen Averna auf Eis und einen Malteser sowie jeder einen Espresso. Dieser allerdings war eher ein Blümchenkaffee und war der schlechteste Espresso den ich in meinem Leben bekommen habe.

Fazit:
Wäre ich alleine Essen gewesen, so hätte ich bis auf den miesen Espresso von dem Lokal in den höchsten Tönen geschwärmt. Im Gegensatz dazu hätte ich an der Stelle meines Begleiters, wo bis auf die Suppe nichts stimmte, das Lokal zerrissen. Also bin ich hin und her gerissen und überlasse es dem Leser sich selbst sich ein Bild zu machen. Vielleicht ergibt ein neuerlicher Besuch ein klareres Bild.

Essen: **
Service: ***
Ambiente: ***
Sauberkeit: ***
Preis-Leistungsverhältnis: ****

Samstag, 7. Februar 2009

Tafelspitz & Söhne, Wilhelmsplatz 13, 63065 Offenbach

Einleitung:
Das Tafelspitz & Söhne hat vor ca. drei Monaten in den ehemaligen Räumlichkeiten des Café 13 eröffnet. Mit einer modernen und regionalen Küche präsentiert sich hier ein neues gastronomisches Highlight im Raum Offenbach. Um sich das Lokal anzusehen und natürlich die Küche zu checken ging es am 05.02.09 zu einem gemütlichen Abend mit einem Freund dorthin.

Ambiente und Begrüßung:
Die Einrichtung ist modern-gemütlich mit klaren Linien. Unbehandeltes Holz mit einer dezenten Beleuchtung laden zum Verweilen ein. Ein langer Bartresen mit bequemen Stühlen läuft quer durch das Restaurant. Alles wirkt stimmig und auch das einheitliche Erscheinungsbild der Servicekräfte passt.

Leider begrüßte uns keine von den Servicekräften, also suchten wir uns einen kleinen gemütlichen Tisch in einer Ecke.

Service und Speisekarte:
Ein junges Serviceteam wirbelt hier durchs Lokal. Immer freundlich und gutgelaunt, allerdings mit kleinen Servicefehlern. So sollte man wissen, dass nicht nur tischweise serviert wird, sondern auch beim Abräumen gewartet wird bis alle fertig gegessen haben. Aber die kleinen Fehler kann man verzeihen, denn vermutlich handelt es sich nicht um gelernte Kräfte. Dafür ist der Service dann aber wieder gut. Man kennt sich mit den Speisen und Getränken aus, kann auch dazu beraten.

Die Speisekarte ist interessant und allein der Leitspruch bei der Einleitung passt wunderbar zu mir. Der da lautet: „Man sollte dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat darin zu wohnen.“ Zu Essen gibt es so ziemlich alles. Kleinere Gerichte wie Flammkuchen, alles rund ums Fleisch und eine Art Schmankerlkarte, die hier „deutsche Tapas“ heißen. Diese Miniportionen, u. a. vom Handkäse, Lachs oder Fleischbällchen begeistern. Ansonsten finden sich regionale Gerichte auf der Speisekarte wieder. Vor allem natürlich der namensgebende Tafelspitz. Dieses zarte Schwanzstück vom Rind wird hier in verschiedenen Varianten serviert.

Getränke und Essen:
Da die Cocktailkarte einiges zu bieten hatte entschloss sich mein Freund für eine „Mühlheimer Mietze“. Ich blieb da lieber bei einem klassischen Campari/Orange und später bei einem kühlen Pils. Beim Essen mussten wir natürlich die „deutschen Tapas“ als Vorspeise testen. Es kam zur Verköstigung von:

- Gebackene Camembertstreifen auf Preiselbeersahne
- Lachsroulade im Pfannekuchenmantel auf Kerbelschmand
- Tortilla mit gebratenem Speck, Kartoffel, Zwiebel und Paprika
- Panierte Leberkäs´ Streifen mit Bärlauchsenf
- Mini Himmel u. Erd´ (gebratene Blutwurstscheiben auf
- Kartoffelstampf und Apfelkompott)

Zur Hauptspeise ließen wir uns einmal den Tafelspitz „hessisch“ mit grüner Soße und Salzkartoffeln sowie die in Schwarzwälder Schinken gewickelten Schweineschnitzel mit hausgemachten Eierspätzle und Zweibelrahmsoße servieren. Den Abschluss bildete das Apfeltiramisu als Dessert.

Die „Tapas“ waren einfach toll. Lediglich die Lachsroulade schmeckte ein wenig fade und die Tortilla wirkte ein wenig langweilig. Was aber überzeugte war die Frische der Gerichte und auch die Präsentation. Beim Tafelspitz begeisterte die selbst zubereitet Grüne Soße, die nicht wie üblich zu stark mit Majonäse versetzt war, sondern leicht und frisch schmeckte. Der Tafelspitz selbst war schön weich und schmackhaft. Bei den in Schinken gewickelten Schweineschnitzeln waren leider die Eierspätzle zu lang gekocht und auf die Zwiebelrahmsoße erinnerte mehr an eine Fertigsoße als an eine über Reduktion selbst gemachte Soße. Das Fleisch allerdings war auf den Punkt gegart und in Kombination mit dem Schwarzwälder Schinken richtig lecker. Das Apfeltiramisu war zwar sehr gut, aber nichts Außergewöhnliches.

Fazit:
Tolles Ambiente mit einer guten Küche. Alleine für die „deutschen Tapas“ werde ich wiederkommen. Auch die zentrale Lage, direkt am Wochenmarkt wird mich zu der ein oder anderen Einkehr hier verleiten. Und sei es nur auf einen Espresso oder Cocktail. Einfach mal selber ausprobieren, ist empfehlenswert.

Mittwoch, 14. Januar 2009

"Piccolo - Süd", Mühlheimerstraße 408, 63071 Offenbach

Einleitung:
Der Grund des Besuches im Restaurant Piccolo – Süd am 11.01.09 war ein Mini-Familientreffen. Da das Restaurant in der direkten Nachbarschaft meines Bruders liegt und ein gemeinsames Essen geplant war, fiel die Wahl des Restaurants auf diese Pizzeria. Ich war noch nie hier gewesen, kannte aber die Betreiber aus dem alten Restaurant in der Flurstraße in Offenbach. Damals war dort ohne Bestellung kaum ein Tisch zu bekommen.

Ambiente und Begrüßung:
Ein kleines gemütliches Restaurant mit einem Minitresen und nicht wirklich viel Platz. Hier wird jeder Quadratmeter genutzt. Obwohl hier alles sehr beengt wirkt ist es dennoch gemütlich. Man fühlt sich wie in einer italienischen Trattoria. Zum Glück hatte mein Bruder einen Tisch reserviert, denn das Lokal war bis auf den letzten Platz belegt. Viele Familien mit Kindern und dabei sah ich, dass von dem Betreiber des Lokals sogar vollwertige Hochsitzstühle für die kleinsten Gäste bereitgestellt wurden. Sehr lobenswert.

Die Begrüßung war recht freundlich und nach Ablage der winterlichen Garderobe wurde uns der reservierte Tisch angewiesen. Leider war das dann aber auch alles….

Service und Speisekarte:
Wir saßen knappe 15 Minuten an einem Tisch direkt am Tresen, bis sich jemand erbarmte uns die Speisekarten zu bringen. Die Bedienung schien allerdings auch ein wenig überfordert, denn anscheinend hatte wohl niemand damit gerechnet, dass das Lokal so voll war. Ansonsten kann ich mir nicht erklären warum nur eine Bedienung anwesend war. Diese gab allerdings ihr Bestes und hatte auch immer ein freundliches Wort für die Gäste übrig.

Die Speisekarte kann auf der Internetseite eingesehen werden. Sie ist die eines typischen italienischen Restaurants, ohne besondere Highlights.

Getränke und Essen:
Die Getränke des Abends waren: Malzbier, Altbier, Valpolicella sowie eine Apfelsaftschorle. Leider war der Valpolicella nur von einer minderen Qualität, so dass es hier bei einem ¼ blieb. Bei der Vorspeise waren wir uns alle drei einig. Es gab die Zuppa di Funghi (Pilzcremesuppe mit gerösteten Champignons, mit Sekt abgelöscht). Bei den Hauptgerichten wählten wir Salmone alla griglia (gegrillter Lachs mit Kroketten, Joghurtsoße und Salat) sowie einmal das gegrillte Rumpsteak (mit Kräuterbutter, Bratkartoffeln und Salat) und das Pfeffersteak (mit grüner Pfeffersoße, Bratkartoffeln und Salat). Zum Dessert bestellten wir uns noch zwei hausgemachte Tiramisu (siehe Bilder).
Vorspeise:

Zuppa di Funghi
(Pilzcremesuppe)






Hauptgericht 1:

gegilltes Rumpsteak







Hauptgericht 2:

Pfeffersteak







Hauptgericht 3:

Salmone alla griglia
(gegrillter Lachs)






Dessert:

Tiramisu






Ein wenig irritiert erhielten wir den Salat noch vor der Suppe, dieser schmeckte allerdings gut. Von der Pilzcremesuppe waren wir alle sehr angetan. Sie war vielleicht etwas sahnelastig, aber im Geschmack angenehm abgerundet und auch die Einlage war sehr schmackhaft. Leider war der gegrillte Lachs hart an der Grenze. Fast schon zu trocken möchte ich sagen, wohl ein Grenzfall. Mit der Joghurtsoße (wirklich lecker) aber noch okay. Das Rumpsteak hatten wir medium/leicht blutig bestellt. Leider kam es englisch (rare). Geschmacklich gut, mit ein paar Sehnen. Die Bratkartoffeln allerdings waren super. Das Beste war das Pfeffersteak. Hier stimmte alles. Das Fleisch war à point gebraten, die Soße delikat und die Bratkartoffeln schön kross. Auch beim Dessert gab es nichts zu bemängeln. Im Gegenteil, das Tiramisu war ein Gaumenschmaus. Man merkte sofort, dass es hausgemacht war. Wäre ich nicht schon restlos satt gewesen hätte ich mir noch ein zweites bestellt. Leider passte nur noch der obligatorische doppelte Espresso hinein.

Fazit:
Gute bodenständige Küchenleistung mit kleinen Fehlern. Beim Service verbesserungsfähig, aber alles im allen eine Empfehlung wert, wenn man keine besonderen Highlights erwartet. Beim Gehen sah ich noch den geschlossenen Biergarten, der wirklich einladend wirkte. Hier werde ich bestimmt im Sommer noch mal einkehren.

Essen: ****
Service: **
Ambiente: ****
Sauberkeit: ***
Preis-Leistungsvehältnis: ****

Dienstag, 25. November 2008

Mythos, Erlenbruchstraße 20, 63071 Offenbach

Einleitung:
Durch eine Empfehlung ging es am 21.11.08 mit meinem besten Freund in das Mythos nach Offenbach. Aufgrund einer schlechten Erfahrung eines anderen griechischen Restaurants in Offenbach war ich jedoch skeptisch, wollte es aber dennoch ausprobieren. Laut meinen Informationen sollte es sich hier ja um einen Geheimtipp handeln.

Ambiente und Begrüßung:
Schon bei der Ankunft überraschte der Blick durch das Fenster. Ich kannte das Restaurant von früher, aber es hatte sich sehr zum Positiven gewandelt und war nicht wieder zu erkennen. Schöne warme Töne, eine stilvolle Einrichtung und eine angenehme Atmosphäre erwarteten uns.

Direkt am Eingang wurden wir auf das freundlichste begrüßt. Es wurde sich um unsere Garderobe gekümmert und wir wurden an unserm Tisch begleitet. Man merkte gleich in den ersten Minuten, dass man hier als Gast willkommen ist und dass es dem Serviceteam Spaß macht den Gast zu bedienen.

Service und Speisekarte:
Einen solchen Service wie hier kannte ich bisher nur aus der „gehobenen Sternegastronomie“ und war begeistert. Der bereits eingedeckte Tisch wurde um die überzähligen Gedecke befreit und es wurde uns sofort ein Aperitif angeboten. Kaum dass dieser aufgenommen war kam auch schon zweierlei Brot mit den Speisekarten an den Tisch und auch die Getränke waren in Rekordzeit da.

Der Inhalt der Karte zeugt von Tradition und Moderne in gutem Gleichgewicht. Was mich aber neben der Speisekarte begeisterte war, das wir ein Anzahl von Tagesempfehlungen bekamen die nicht auf der Karte standen. Diese umfassten u. a. eine Anzahl von Fleisch- und Fischgerichten. Außer der separaten Weinkarte gab es auch noch eine für Desserts und Digestifs.

Getränke und Essen:
Als Vorspeise wählte ich die Vorspeisenvariationen und meine Begleitung den gebackenen Schafskäse. Beim Hauptgang folgten wir der Empfehlung und wählten beide den frischen Loup de mer (Wolfsbarsch) mit Rosmarinkartoffeln und Gemüse. Zum Dessert bestellten wir uns Galaktobureko (Gries-Vanillecreme im Blätterteig mit Vanilleeis). -siehe Fotos- Zu trinken gab es, ebenfalls auf Empfehlung, einen leckeren Sauvignon.

Vorspeise:

Vorspeisenvariationen







Hauptgericht:

Loup de mer
(Wolfsbarsch)






Dessert:

Galaktobureko






Der Wein schmeckte hervorragend und harmonierte mit den Speisen. Die Vorspeisenvariationen sowie der Schafskäse waren appetitanregend und schmeckten vorzüglich. Der Wolfsbarsch wurde uns im ganzem präsentiert und am Tisch zerlegt. Alleine der Geruch der verwendeten frischen Kräuter war eine Freude. Es war ein Geschmackserlebnis, welches ich nicht erwartet hatte. Mit ein wenig Olivenöl noch beträufelt freute sich mein Gaumen auf den Fisch und wurde nicht enttäuscht. Das Dessert war der krönende Abschluss des Abends, welchem noch ein Espresso und Grappa folgtem.

Fazit:
Ein tolles Restaurant welches ich so nicht erwartet hatte. Hier stimmen die Küchenleistung und der Service zu 100 %. Es ist das erste Mal, dass ich ein Restaurant schon nach nur einem Besuch so schätze. Daher kommt es auch in meine persönliche Favoritenliste und solange die Leistungen auf diesem Niveau bleiben, werde ich bestimmt oft zu Gast hier sein. Eine Empfehlung für dieses Kleinod spreche ich gerne aus und hoffe dass dieser „Geheimtipp“ noch lange existiert.

Essen: *****
Service: *****
Ambiente: ****
Sauberkeit: *****
Preis-Leistungsverhältnis: *****

Montag, 20. Oktober 2008

Prager Restaurant, Aschaffenburger Str. 42, 63073 Offenbach

Einleitung:
Weil niemand am So. kochen wollte, hatte ich zugesagt dass es am 19.10.08 nach Offenbach zum Essen geht. Da es mal was Anderes sein sollte, hatten wir den Besuch des Prager Restaurants mit seiner böhmisch-slowakischen Küche geplant. Ich war das letzte Mal vor über einem Jahr dort, und es war okay gewesen.

Ambiente und Begrüßung:
Das Prager Restaurant ist relativ schlicht und rustikal gehalten. Etwas irritierend ist schon der Mix aus klassischen Holzelementen der Gastronomie sowie der Kunstblumen und den lieblos mit Tesafilm an die Wand geklebten Werbeschildern. Hier wäre an der einen oder anderen Stelle weniger mehr gewesen. Ebenso die Beschallung mit deutscher Schlagermusik. Die vorwiegend älteren Gäste schienen sich daran allerdings nicht zu stören.

Beim Betreten des Lokals fiel auf dass nur eine Bedienung für den gesamten Service (Theke und Gastraum) anwesend war. So mussten wir einen Augenblick warten bis ich nach einem Tisch für 2 Personen fragen konnte. Dieser wurde uns dann auch angewiesen.

Service und Speisekarte:
Der Service war freundlich und warmherzig. Unsere ältere Bedienung schien alles routiniert im Griff zu haben.

Die Speisekarte ist ein wenig unübersichtlich und überladen. Es finden sich dort klassische und traditionell böhmisch-slowakische Spezialitäten wie z. B. echt Pressburger Ratsherrenbraten; Altböhmischer Rinderbraten Svickova; Lammkeule Urliptauer Tatra Art; Prager Ente Goldene Stadt; Wildgams-Ragout Tatra Lomnitzer Art um nur einige zu nennen.

Getränke und Essen:
Da uns leider kein Aperitif angeboten wurde, verzichteten wir darauf und es gab echt böhmisches Krusovicer Pils welches wirklich richtig lecker schmeckte. Da war klar, dass es auch einige mehr sein durften, da ich nicht fahren musste.
Zu essen gab es als Vorspeise eine ukrainische „Schtschi“Creme. Diese Sauerkrautsuppe schmeckte lecker, auch wenn ich persönlich die Sprühsahne darauf lieber durch einen Klacks Creme fraiche ersetzt hätte. Als Hauptspeise wählten wir Szegendiner Paprika-Rahmgulasch mit Serviettenknödel und Saisonsalat sowie einen „Smolenitzer Burgfrauenbraten“ Schweinekeule mit einer Wildkräuterfleisch-Farce, Silvanerwein-Rahmcreme mit Wildpilzen, Preiselbeeren, hausgemachte Butterspätzle und Saisonsalat. (siehe Bilder) Zum Dessert gab es Palatschinken mit einer Apfel-Nuss-Füllung an Vanilleeis und Sahne.

Vorspeise:

Ukrainische "Schtschi" Creme







Hauptgericht 1:

Szegendiner
Paprika-Rahmgulasch
mit Serviettenknödel





Hauptgericht 2:

Smolenitzer Burgfrauenbraten







Dessert:

Palatschinken mit einer
Apfel-Nuss-Füllung mit
Vanilleeis und Sahne




Beim Gulasch bemängelte meine Begleitung das es zu sauerkrautlastig sei und der Fleischanteil zu gering, während die frischen Serviettenknödel in den höchsten Tönen gelobt wurden. Beim Burgfrauenbraten gab es nichts auszusetzen und auch die Butterspätzle waren o.k. Der Saisonsalat hatte sogar ein wirklich leckeres Dressing. Der Palatschinken zum Schluss erwies sich auch recht lecker (für mich). Leider war er bei meiner Begleitung von der Unterseite her dunkel…dunkel…na ja halt stellenweise schwarz. Neuerdings heißt sowas jetzt ja "Röstaromen".

Als Digestif bestellten wir uns dann noch zwei Becherovka.

Fazit:
Einfaches gutbürgerliches Essen, ohne besondere Highlights. Mit meinen früheren Besuchen (die alle prima waren) leider nicht mehr vergleichbar. Eine Empfehlung kann ich hier leider nicht mehr aussprechen, aber das soll nicht heißen dass es schlecht war. Nur hier muss jeder selbst entscheiden ob es passt oder nicht.

Essen: ***
Service: ***
Ambiente: **
Sauberkeit: ***
Preis-Leistungsverhältnis: **

Dienstag, 30. September 2008

Poseidon, Biberer Str. 263, 63071 Offenbach

Hatte seit Langem das Poseidon nicht mehr besucht, hatte es aber immer positiv in Erinnerung. Leider wurde ich heute ein wenig enttäuscht. Die warme Vorspeisenplatte bestand aus zwei Champingions, einer Peperoni und sieben gegrillten Zuchinischeiben an einer kalten Auberginencreme für 6,90€. Enttäuschend!!! Die andere Vorspeise (Muscheln an Tomatensoße) war aber hervorragend.
Was aber wirklich nicht ging: Bei den Hauptgerichten war der Reis lediglich lauwarm, eher schon kalt. Über das Dessert möchte ich mich hier nicht äußern, nur soviel: matschig bei einem Blätterteig. Note: mangelhaft !! Ist wirklich schade, dass von diesem guten Restaurant, welches einen tadellosen Ruf hat, eine solche Kochleistung erbracht wurde. Hoffe dass es ein einmaliger Ausrutscher war und werde es demnächst nochmals aufsuchen um dieses zu überprüfen. Was aber positiv auffiel war der freundliche Service.

Essen: **
Service: ****
Ambiente: ****
Sauberkeit: ****
Preis-Leistungsverhältnis: ****