Freitag, 20. März 2009

Juan Amador schließt das Tasca in Wiesbaden

Wie die AHGZ - Allgemeine Hotel und Gastronomie-Zeitung heute mitteilte, hat der mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnete Gastronom Juan Amador, schon Anfang März seine Zelte in Wiesbaden abge-brochen und sein Restaurant Tasca geschlossen.
Der Grund: Das Lokal habe sich trotz Michelin-Stern am Standort Wiesbaden nicht durchsetzen können. Das Konzept habe nicht funktioniert und der wirtschaftliche Erfolg sei ausgeblieben.

Donnerstag, 19. März 2009

Barack Obahmas Lieblingsessen

In kaum einen Punkt wie diesem, wir so viel spekuliert in der Presse. Und was isst der Herr Barack Obama denn nun am liebsten? Hier scheiden sich die Geister und scheinbar kann jeder sich was ausdenken und dann veröffentlichen. Da ich mich nicht auch an diesen Spekulationen beteiligen will, habe ich euch mal ein paar Recherchen rausgesucht:

Laut der Bild Zeitung isst Herr Obama am liebsten Muscheln, laut der Main Post und der Badischen Zeitung am liebsten Pizza Salami, laut abenteuer-reisen.de ist es ein „New York Strip“ Steak. Aber dessen nicht genug, denn laut der Morgenpost und herzogin.de ist es Chili con Carne.

Die meisten Verweise findet man tatsächlich auf das Chili als Obamas Lieblingsessen. Es ist schon sehr interessant wie gründlich bei unseren Pressevertreten recherchiert wird. Mal sehen wer als nächstes sein Lieblingsessen preisgibt?

Wie die Bild Zeitung berichtete, wollte in belgischer Fernsehsender sogar das Lieblingsessen von Adolf Hitler nachkochen, „Forelle in Buttersoße“ (Forelle Müllerin). Diese Nachricht schaffte es sogar in die Tagesschau der ARD.
Forelle bei diesem Herrn…?? Da hätte ich eher auf Sauerkraut oder einen Schweinsbraten getippt.

Dienstag, 17. März 2009

Rach und Mälzer kochen bei Cartoon Network

Der Kindersender von Turner Broadcasting System in Deutschland, setzt weiter auf lokale Eigenproduktionen.

Turner Broadcasting System setzt bei seinem Kindersender Cartoon Network weiter auf eigene Formate. Derzeit finden die Dreharbeiten für die neue Kinderkochsendung «Cartoon Network Topfrocker - Lasse tischt auf» statt.

Gewinnen konnte der Kanal hierzu die Top-TV-Köche Christian Rach, Sarah Wiener, Steffen Henssler und Tim Mälzer. Am 23. Mai 2009 startet die Show auf Cartoon Network. Alles dreht sich um den 10-jährigen Lasse, der mit einer gesunden Portion Neugier den Spaß am Kochen mit frischen Zutatenentdeckt. In jeder Episode unterstützt ihn einer der berühmten Köche.

Montag, 16. März 2009

Mc Donalds - Drive In

Auto fahren macht Spaß. Am meisten Spaß macht Essen im Auto. Deswegen besitze ich diese erhöhte Affinität zu Drive-In-Schaltern, speziell in meinem Lieblings-Fast-Food-Restaurant. Das Vergnügen an dieser Self-Service-Version des Essens auf Rädern wird allerdings erheblich durch die Qualität der Gegensprechanlage gemindert. Gegensprechanlage? Meine Überzeugung nach hat sie diesen Namen deshalb bekommen, weil sie völlig gegen das Sprechen ausgelegt ist.

"Hiere Bechelun hippe!" knarzt es mir aus dem Lautsprecher entgegen; Sounds like Schellackplatte. Aus Erfahrung allerdings weiss ich, dass die Stimme (männlich? weiblich? ... wohl eher männlich?) am anderen Ende dieses Dosentelefons sich soeben nach meiner Bestellung erkundigt hat. Jetzt einfach zu bestellen, wäre mir zu langweilig. Demzufolge stelle ich zuerst eine Frage:"Haben sie etwas vom Huhn?"
Aus dem Lautsprecher ertönt ein schwer verständliches Wort, das aber eindeutig mit "...icken" endet.
Ich antworte: "Später vielleicht, zunächst möchte ich etwas essen."
Etwas lauter tönt es zurück: "CHICKEN!"
Ich kann es mir nicht verkneifen: "Nein, ich würde es gleich selbstabholen."
Eine kurze Pause entsteht, ich stelle mir belustigt die genervte Visage des McKnecht vor. Als die Sprechpause zu lang werden droht, sage ich: "Ach so, Sie meinen Chicken! Nö, lieber doch nicht. Haben sie vielleicht Presskuh mit Tomatentunke in Röstbrötchen?"
"Hamburger?" fragt mein unsichtbares Gegenüber zurück.
Der Wahrheitentsprechend erwidere ich: "Nein, ich bin von hier. Aber hat das denn Einfluss auf meine Bestellung?"
"Wol-len Sie ei-nen H-a-m-b-u-r-g-e-r?"
"Jetzt beruhigen Sie sich mal! Ja, ich nehme einen."
"Schieß?"
"Stimmt, hatte ich nach der letzten Mahlzeit hier. Mittlerweile ist meine Darmflora allerdings wieder wohlauf, ich denke, ich kann es erneut riskieren."
Der Stimminhaber beginnt mir ein wenig leid zu tun. Er kann ja nichts für den Job. Aber ich ja auch nicht ......
"Ob Sie KÄÄÄSE auf dem Hamburger möchten!?"
"Ah ja, gern. Ich nehme einen mittelalten Pyrenäen-Bergkäse, nicht zu dick geschnitten, von einer Seite leicht angeschmolzen."
Ob die nächste Ansage aus dem Lautsprecher "Sicher doch" oder "Arschloch" lautet, kann ich nicht exakt heraushören. Deutlicher jedoch erklingt nun: "Was dazu?"

"Doch, ja. Ich hätte gerne noch von diesen gesalzenen und frittierten Kartoffelstäbchen."
"Also Pommes?"
"Von mir aus auch die."
"Groß, mittel, klein?"
"Gemischt. Und zwar jeweils genau zu einem Drittel große, mittlere und kleine."
"WOLLEN SIE MICH EIGENTLICH VERARSCHEN?"
Diese, wiederum sehr laut formulierte Frage, verstehe ich klar und deutlich. Sie verlangt eine ehrliche Antwort: "Falls das die Bedingungist, hier etwas zum Essen zu bekommen: Ja, also: Machen wir weiter?"
Die Stimme schnauft kurz und fragt: "Gut, gut. Etwas zu den Pommes?"
"Ein schönes Entrecôte, blutig und ein Glas 1996er Spätburgunder, bitte."
"ICH KOMM DIR GLEICH RAUS UND GEB DIR BLUTIG!!!"
"Machen Sie das, aber verschütten Sie dabei bitte nicht den Wein."
"Schluss jetzt, Schalter zwei, vier Euro fünfzehn!"Schon vorbei. Gerade, als es anfängt, lustig zu werden. Aber ich habe noch ein As im Ärmel. Ich zahle mit einem 200-Euroschein.
"Tut mir leid, aber ich hab's nicht grösser."
PIEP!... Freundlich werde ich ausgekontert: "Kein Problem." Mit kaltem Blick lässt ein bemützter Herr mein Wechselgeld auf den Stahltresen klappern. Nicht mit mir, Freundchen! Ich will den Triumph!
Zeit also fürs Finale:"Kann ich eine Quittung bekommen?" fragte ich überfreundlich." Ist ein Geschäftsessen." ...
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Und beim nächsten mal werde ich die Bestellung gesungen aufgeben....., oder aber zu einer Fillale ohne Drive-In-Schalter fahren.


Mitarbeiter des Jahres wurden übrigens Herr Özdemir (Stefan Raab) und Herr Horst Schlemmer - schaut mal bei den Mitarbeitervideos rein, lohnt sich.

Rach kämpft im TV für Azubi-Lokal

Er hilft immer wieder gestrauchelten Gastronomen auf die Beine. Der Hamburger Sternekoch Christian Rach (Tafelhaus) gibt in seiner TV-Sendung "Rach - Der Restauranttester" so gute Tipps, wie man ein Lokal führt, dass er die meisten Besuche mit einem Erfolgserlebnis abschließen kann. Sein neuester Fall: ungewöhnlich, aber nicht hoffnungslos.

Rach besuchte in Ottensen das Restaurant Kleiner Zinken (Rothestraße 50), in dem 15 bisher erfolglose Jugendliche eine Chance zur Berufsausbildung zum Koch oder zur Restaurantfachkraft bekommen. Grund für Rachs Küchenvisite: Die Betreiber des gemeinnützigen Vereins KoALA kämpfen um weiteres Geld von der Behörde für Schule und Berufsbildung. Im Jahr 2007 haben 20 Azubis dort ihre Lehre abgeschlossen, eine Traum-Erfolgsquote von 100 Prozent.

"Was könnte besser sein, als Jugendliche, die eine Perspektive 'Hartz IV bis zur Rente' haben, noch eine letzte Chance zu geben?" sagt Rach. Sein Auftritt im Kleinen Zinken ist heute in der Sendung "Extra" (RTL 22.14 Uhr) zu sehen.

Mittwoch, 11. März 2009

Hotel-Café Kinnel, Gerhart-Hauptmann-Straße 54, 63165 Mühlheim

Einleitung:
Durch eine Empfehlung eines Freundes ging es am 10.03.09 in das Café Kinnel zum Mittagessen. In der Zeit von 12:00 – 14:00 Uhr wird dort ein Mittagstisch angeboten. Der durchschnittliche Preis liegt bei ca. 6,00 € pro Gericht.

Ambiente und Begrüßung:
Der große Gastraum ist in zwei Ebenen unterteilt. Während der obere ein wenig dunkel wirkt ist der untere im schönen Wintergartenstil gehalten. Durch das Glasdach wirkte das heutige Schmuddelwetter gar nicht mehr so schlimm. Das ganze Ambiente wirkt aber trotzdem ein wenig kühl.

Eine Tischzuweisung benötigte ich nicht. Lediglich drei Tische waren besetzt, so dass ich die freie Wahl hatte. Der junge italienische Kellner war auch sofort bei mir und begrüßte mich freundlich.

Service und Speisekarte:
Der Service war stets nett und freundlich. Es wurde schnell und sauber gearbeitet. Ich war angenehm überrascht über diesen Kellner. Solche positive Leistung erwartet man eigentlich nicht in einem Café.

Die Speisekarte ist klein. Neben dem wechselnden Tagesessen gibt es fünf günstige Ausweichgerichte, falls mal das Tagesgericht nicht den Geschmack des Gastes treffen sollte. Die Preise liegen dabei zwischen 5,00 und 7,00 Euro.

Getränke und Essen:
Zu trinken gab es ein großes Spezi und nach dem Essen noch einen Fernet Branca und ein Espresso. Ich wählte zu Essen das Tagegericht. Es gab gefüllten Rahmbraten mit Spätzle und Salaten der Saison. (siehe Foto)

Hauptgericht:

Rahmbraten
mit Spätzle





Der Salat kam vor dem Essen. Leider war auch bei diesem der mittlerweile obligatorische Dosenmais dabei. Saison?? Das Dressing war okay. Der Rahmbraten war lecker, leider konnte ich bei den zwei großen Scheiben aber keine Füllung ausmachen. Die Spätzle waren nix. Es ist für mich kein Problem, dass es bei einem Preis von 5,50 € keine selbst geschabten Spätzle gibt. Aber muss man vorgekochte Spätzle in der Pfanne anbraten (zum Teil hart)? Hier wären frisch gekochte doch lobenswert. Auch die Rahmsoße schmeckte ein wenig langweilig.

Fazit:
Ein schnelles Mittagessen zu einem zivilen Preis. Man erwartet kein „Sternemenü“ und bekommt gutes Essen welches ich auch in einer üblichen Werkskantine für dieses Geld bekomme. Kann den Mittagstisch problemlos empfehlen.

TIPP: Gleich für den Nachmittag noch ein paar Stücke von dem leckeren selbstgemachten Kuchen oder Pralinen mitnehmen.

Essen: ***
Service: *****
Ambiente: ***
Sauberkeit: ****
Preis-Leistunsverhältnis: ****

Dienstag, 10. März 2009

Hildesheimer Hof Bahnhofstrasse 51
63165 Mühlheim

In ein Traditionslokal trieb es meinen Bekannten und mich. Seit mehr als dreiundzwanzig Jahren ist nun der gleiche Pächter im „Hildesheimer Hof“. Mit seiner Balkanküche immer für eine leckere Grillplatte gut.

Ambiente und Begrüßung:
Das Restaurant verfügt über 2 Gasträume. Während der Hauptraum (6 Tische und der Schanktresen) richtig gemütlich gestaltet ist, findet man im zweiten Raum (einige Treppen hoch, sieben Tische) ein nicht wirklich einladendes Ambiente. Hier ist wohl schon seit einigen Jahren nichts mehr renoviert oder modernisiert worden.
Die Begrüßung war herzlich. Wir wurden vom Chef des Hauses persönlich begrüßt. Da wir leider nicht reserviert hatten gab es nur noch ein Plätzchen in dem nicht ganz so schönen Gastraum. Dahin wurden wir auf eine nette und charmante Art geleitet.

Service und Speisekarte:
Da außer dem Inhaber „Branco“ keine Bedienung anwesend war, wurden wir den ganzen Abend vom Chef selbst bedient. Es gab keinerlei Beanstandungen. Stets ein freundliches Wort auf den Lippen und zügig im Service.
Die Speisekarte möchte ich mal als „Standartkarte“ für die Balkanküche bezeichnen. Einige Vorspeisen und bei den Hauptgerichten natürlich den Augenmerk auf Grillplatten und Fleischgerichte gerichtet. Es gibt Seniorenteller und auch an eine Auswahl für die Kids ist gedacht worden. Auch die von mir geliebten Desserts sind vertreten.

Getränke und Essen:
Bei der Getränkeauswahl gab es für meine Begleitung nur Cola und Fanta, da er noch Auto fahren musste. Ich gönnte mir ein Glas Plavac, welcher mir aber nicht mundete. Dafür waren die nachfolgenden Pils gut gekühlt und lecker.

Vorspeise:

Französische Zwiebelsuppe

(3,00 €).





Hauptgericht 1:


Rumpsteak mit
Zwiebeln,
Bratkartoffeln
und Beilagensalat.



Hauptgericht 2:
Balkanplatte mit Raznici,
Cevapcici,
Plyeskavica mit Schafskäse
gefüllt, Kotelett, Dörrfleisch,
Djuvecreis, Pommes frites
und Beilagensalat (nur 11,00 €).



Dessert:

Palatschinken mit Vanilleeis,
Schokoladensoße,
Eierlikör
und Schlagsahne.




Die Zwiebelsuppe war nichts besonderes, für den Preis aber okay. Das Rumpsteak war Spitze. Das Fleisch auf den Punkt, die Bratkartoffeln schön kross und nicht fettig und der Beilagensalat frisch und knackig. Ebenso verhielt es sich mit der Balkanplatte. Hier merkt man die Routine und die gute Qualität. Alles prima. Der Palatschinken bildete den Abschluss und beendete ein wirklich gelungenes Menü. Vom Haus gab es noch den obligatorischen „Kundenbindungsschnaps“.

Fazit:
Ein schöner Abend und Dank eines sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis noch nicht einmal teuer. Hier wird jedem klar warum dieses Restaurant schon so lange existiert. Eine Empfehlung kann ich hier mit gutem Gewissen geben. Und vielleicht ist ja auch beim nächsten Besuch ein Platz im schönen Gastraum, oder der zweite ein bisschen aufgemotzt.

Essen: *****
Service:
***
Ambiente:
***
Sauberkeit: ****
Preis-Leistungsverhältnis: *****

Weitere Bewertungen zu diesem Restaurant gibt es unter Restaurant-Kritik.de.

Sonntag, 22. Februar 2009

Mylo; Bahnhofstraße 38; 63165 Mühlheim

Einleitung:
Grade mal seit einer Woche gibt es ein komplett neues Restaurant in Mühlheim. Mit dem “Mylo“ hat sich ein kleines aber feines vietnamesisches Restaurant in die gastronomische Landschaft geschlichen. Da es sich um einen wirklichen Neuanfang (keine Übernahme einer bestehenden Gastronomie) handelte, war natürlich die Neugier besonders groß. Obwohl ich in letzter Zeit mit der asiatischen Küche nicht so tolle Erlebnisse verband, ging es am Abend des 20.02.09 mit einem Freund zum Probeessen in diese asiatische Nudelbar.

Ambiente und Begrüßung:
Woh, was für ein Lokal. Modern und stylisch kommt es daher. Alles neu und mit einer offenen Showküche hinter dem kleinen Tresen. Es ist eine Freude dem Küchenteam bei seiner Arbeit zuzusehen. Helle Farben, Holz und Steinelemente verschmelzen hier zu einem tollen Ambiente. Wirklich gelungen. Das Einzige was mich ein bisschen störte, dass es an den Tischen im Eingangsbereich sehr zog wenn jemand durch die Tür ging.

Dafür gab es eine freundliche Begrüßung.

Service und Speisekarte:
Ein netter und freundlicher Service erwartet einen. Gerne wird auf Fragen zu den Gerichten geantwortet, ja sogar beraten und es wirkt schon magisch, dass man immer ein Lächeln vor sich hat wenn jemand vom Service am Tisch steht. Man merkt sofort, dass hier der Gast wirklich noch König ist. Da sollte sich manch ein Gastwirt eine Scheibe von abschneiden.

Die Speisekarten liegen direkt am Tisch aus. Man findet typische vietnamesische Gerichte, wie z. B. Mì, Phở, Bún, Cơm, Frühlingsrollen und viele Wok-Gerichte in verschiedenen hausgemachten Saucen. Alleine bei den Saucen gibt es acht verschiedene Variationen die man frei zu seinem Gericht wählen kann. So ergeben sich immer wieder neue Variationen und interessante Geschmacksnuancen.

Getränke und Essen:
Da das Restaurant leider noch nicht die Konzession zum Ausschank von alkoholischen Getränken hat, gab es für uns mal was Neues. Georgia heißt das Modegetränk, welches aus Kaktusfeige mit Limonade besteht. Es gibt es in drei Geschmacksvarianten.

Gar nicht so einfach sich zu entscheiden. Mit den Goi cuon (vietnamesischen Reispapierherbstrollen) die wahlweise mit Hühnerfleisch oder Garnelen, Gemüse und Reis gefüllt sind und einer Wan-Tan Suppe, hatten wir dann doch zwei Vorspeisen gefunden. Beim Hauptgericht wollte ich unbedingt das Pho Saigon probieren. Dieses Gericht wird in einer Schüssel gereicht und enthält neben einer kräftigen klaren Brühe Reisbandnudeln auch dünne Scheiben aus Rindfleisch und Sojasprossen. Dazu gibt es zum selber nachwürzen frischen Basilikum, Limette, sowie Chili- und Hoisin-Paste. Meine Begleitung wählte Mi Xao Vit (im Wok gebratenes Saisongemüse mit knuspriger Ente). Beim Dessert musste ich noch die Sesambällchen (mit Honig und Vanilleeis) ausprobieren. (siehe Bilder)

Vorspeise:

Goi cuon
(Reispapierherbströllchen)






Vorspeise:

Wan-Tan-Suppe







Hauptgericht:

Pho Saigon







Dessert:

Sesambällchen
mit Honig u. Vanilleeis





Die Reispapierherbstrollen waren wunderbar. Ein schwer zu beschreibender Geschmack. Wenn ich es in zwei Worte fassen sollte: Lecker, Lecker. Auch meine Begleitung schwärmte von der Wan-Tan Suppe. Bei dem Pho Saigon leerte ich die Schüssel wie es sich gehört um damit zu demonstrieren dass es sehr gut geschmeckt hatte. Auch mein Freund machte sich über sein Mi Xao Vit her und war von der Ente besonders begeistert. Wirklich mal knusprig und nicht trocken, dabei noch Spitze im Geschmack. Bei den Sesambällchen kam ich dann vollends ins Schwärmen.

Fazit:
Unbeschreiblich gut. Ich habe hier meinen Glauben an die asiatische Küche zurückerhalten. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist phänomenal. Für den ganzen Abend hatten wir keine 26,-- € auf der Rechnung, bei zwei Personen. Wo gibt es das noch? Empfehlenswert hoch drei!!! Hier werde ich noch oft essen.

Essen: *****
Service: ****
Ambiente: ****
Sauberkeit: *****
Preis-Leistungsverhältnis: *****

Samstag, 21. Februar 2009

Zur Krone, Lämmerspieler Straße 1, 63179 Obertshausen

Einleitung:
Ein wirklicher Traditionsbetrieb im Herzen des Ortsteiles Hausen ist das Restaurant „Zur Krone“ in Obertshausen. Untergebracht in einem alten Fachwerkgebäude und wirklich stilvoll eingerichtet. So ging es zu einem gemütlichen Abendessen am 19.02.09 zu diesem italienischen Lokal.

Ambiente und Begrüßung:
Die Einrichtung des Lokals ist stimmig und strahlt eine gewisse Wärme aus, auch wenn es mir persönlich ein wenig zu eng bestuhlt ist. So kann man an einigen Tischen mehr vom Nachbartisch mitbekommen als man eigentlich möchte. Auch ist durch die Akustik des Gastraumes eine nicht ganz unangenehme Geräuschkulisse durch die sich unterhaltenden Gäste gegeben. Vom Gesamtbild aber wirkt es gemütlich und angenehm. Schmunzeln durfte ich auch beim Besuch der tipptopp sauberen WC-Anlage. Dort gibt es gegen gewisse Gerüche nicht die chemische Keule. Nein, hier liegt tatsächlich ein Päckchen Streichhölzer….

Die Begrüßung war freundlich und es wurde uns, obwohl wir nicht reserviert hatten, ein schöner Tisch zugewiesen.

Service und Speisekarte:
Zunächst war ich von dem Service begeistert. Nett und freundlich beim Aperitif, kompetent bei der Essen- und Weinbestellung. Doch leider ließ die Leistung im Laufe des Abends erheblich nach. So kam es, dass wir fast 25 Minuten ohne Getränke da saßen, obwohl keine fünf Meter weiter sich vier Servicekräfte am Tresen unterhielten. Dieses gipfelte darin, dass meine Begleitung während des gesamten Hauptgerichtes nichts zu trinken hatte. Da das Restaurant der ganzen Aufmachung nach (Ambiente und Speisekarte) eher in der gehobenen Klasse spielen will, ist das ein absolutes no go! Dieses gab der Kellner, den ich am Ende des Besuches darauf Ansprach und mich auch als Restaurantkritiker outete, auch mit einem Bedauern zu.

Die Speisekarte ist gut sortiert und beinhaltet Pizza- und Pastagerichte, Fleisch und Fisch, mehrere Risottos, und auch die Vegetarier finden hier etwas. Wo ich allerdings mit Rainer Calmund einer Meinung bin:“ Es ist wichtig am Ende einen guten Abschluss zu bekommen.“ Daher freute mich eine ganze Anzahl an leckeren hausgemachten Desserts auf der Karte zu finden. So stellt man sich eine Speisenauswahl in einem italienischen Restaurant vor.

Getränke und Essen:
Als Aperitif gab es erst mal die mittlerweile obligatorischen Campari/Soda und Campari/Orange. Während ich dann einige Gläser wirklich leckeren Montepulciano genoss, saß meine Begleitung auf dem Trockenen. Nach dem Essen gab es noch zwei doppelte Espressi und als Digestif je einen Ramazotti und Amaretto.

Bei den Vorspeisen wählten wir einmal die italienische Antipasti und den Cocktail di Gamberetti. Zum Hauptgang gab es das Parmigianaschnitzel (mit Bolognesesoße und Käse überbacken), dazu Bratkartoffeln und einen Beilagensalat. Das zweite Hauptgericht war das Rumpsteak al Krone (mit Zwiebeln, Pfeffer, Ei und Bratensoße), auch mit Bratkartoffeln und Beilagensalat. Als Abschluss des Mahls gab es hausgemachtes Tiramisu und Zabaione. (siehe Bilder)

Vorspeise:
.
Antipasti







Vorspeise:

Cocktail di Gamberetti








Hauptgericht 1:

Rumpsteak al Krone







Hauptgericht 2:

Parmigianaschnitzel






Dessert:

Tiramisu






Dessert:

Zabaione






Die Antipasti war reichlich, frisch und lecker. Der Cocktail di Gamberetti war dafür eher durchschnittlich. Das Schnitzel wurde als schmackhaft gewertet, allerdings ein wenig trocken. Beim Rumpsteak gab es nichts zu bemängeln. Es war auf den Punkt und sehr schmackhaft. Während ich den Beilagensalat lecker fand, war er meiner Begleitung ein wenig zu langweilig. Einig waren wir uns aber wieder bei den beiden Desserts. Diese kann man ungelogen als krönenden Abschluss werten. Spitzenmäßig!!!

Fazit:
Ein schöner Abend, leider wurde er durch den mäßigen Service erheblich geschwächt. Ich hoffe, dass dieses nur eine schlechte Tagesform war. Wäre ansonsten wirklich schade. Aber der gut besuchte Gastraum lässt dieses vermuten. Werde dieses im Sommer noch mal testen und wenn es dann klappt gibt es auch hier eine Empfehlung. Also schön dran arbeiten….

Essen: ****
Service: **
Ambiente: ****
Sauberkeit: *****
Preis-Lestungsverhältnis: ***

Sonntag, 8. Februar 2009

Casa Buonarroti, Heinestraße 1, 63165 Mühlheim

Einleitung :
Mitten im Herzen der Mühlheimer Innenstadt liegt die kleine Eckpizzeria „Casa Buonarroti“. Diese war das Ziel am Abend des 06.02.2009. Mit meinem ehemaligen Arbeitskollegen und seiner Lebensgefährtin sollte es ein gemütlicher Abend werden, der das Wochenende einleitete.

Ambiente und Begrüßung:
Ein kleiner Gastraum mit einem noch kleineren Tresen erwartet einen nach dem Betreten des Lokals. Allerdings erweitert sich dieser durch einen etwas größeren höhenversetzten Nebenraum der sich direkt anschließt. Alles ist in hellen Farben gehalten und mit passenden Bildern dekoriert. Es wirkt ein wenig beengt, aber gemütlich.

Die Begrüßung war typisch freundlich für ein italienisches Lokal. Der "Patrone" begrüßte uns persönlich.

Service und Speisekarte:
Ein wenig überrascht war ich schon von dem Service dieses Lokals. Einerseits freundlich und nett zum anderen unkonzentriert, unorganisiert ja fast schon konfus. So mussten wir mehrfach deutlich machen, dass wir was zu trinken wünschten. Am Tisch angekommen wurde ein Teil der Bestellung aufgenommen, aber leider nicht von allen. Beim Abräumen der einzelnen Gänge wurde nicht wieder eingedeckt, so dass man erst nach Besteck fragen musste, als der nächste Gang dann vor einem stand. Und dann wurde noch das falsche Besteck aufgelegt. Beim Servieren der Caprese wird normalerweise frischer Pfeffer aus der Mühle gereicht, hier leider auch erst nach Nachfrage. Das Lokal war auch nicht voll, so dass eine Überlastung des Service die abgegebene Leistung entschuldigen könnte. Eigentlich schade.

Die Speisekarte umfasst alles was man in einem italienischen Lokal erwartet. Tagesempfehlung waren frische holländische Muscheln. (Speisekarte ist im Internet einsehbar.)

Getränke und Essen:
Am heutigen Abend hatten wir uns für Wein entschieden. Mein Kollege frönte dem Frascati und ich genoss einige Gläser Montepulciano welches noch um einige Grappas erweitert wurde.

Bei den Vorspeisen bestellten wir einen Caprese und die Tagesempfehlung frische Muscheln. Bei den Hauptgerichten gab es einmal eine Pizza sowie die Gnocchi Gorgonzola und ein Rumpsteak mit Champignon-Rahmsoße und Pommes frites. Beim Dessert waren wir drei uns einig und wählten das Tiramisu. (siehe Bilder)

Vorspeise:

Caprese







Vorspeise:

Muscheln







Hauptgericht 1:

Pizza







Hauptgericht 2:

Gnocchi Gorgonzola







Hauptgericht 3:

Rumpsteak







Dessert:

Tiramisu






Der Caprese war lecker. Auf Nachfrage bekam ich noch frischen Pfeffer dazu und war happy. Mein ehemaliger Arbeitskollege hatte mit seinen Muscheln weniger Glück. Ziemlich kleine Muscheln und eine Menge leere Schalen waren auf seinem Teller. Für eine Tagesempfehlung eine schwache Küchenleistung. Dafür schien aber die Pizza seinen Geschmack getroffen zu haben. Dünner Boden, knusprig gebacken und gut belegt. Meine Gnocchi waren wunderbar lecker. Die Sahne-Käse-Soße war gut abgeschmeckt und genau so wie ich sie mag. Die Dame des Abends war mit Ihrem Rumpsteak auch zufrieden. Die Pilze waren frisch und das Fleisch auf den Punkt gegart und die Pommes okay. Leider war das Tiramisu ein wenig zu trocken und auch geschmacklich einfallslos. Hier hätte ein wenig Amaretto Wunder gewirkt.

Fazit:
Ein schönes Lokal mit einer guten Küche die kleine Schwächen zeigt, aber für das Preis- Leistungs-Verhältnis angemessen ist. Nur am Service sollte man schnellstens etwas aufarbeiten. Hier ist einiges verbesserungsfähig. Mal sehen wann ich wiederkomme und ob sich bis dahin etwas getan hat.

Essen: ***
Service: *
Ambiente: ***
Sauberkeit: ***
Preis-Leistungverhältnis: ****